In unserem Service-Bereich stellen wir Ihnen hilfreiche Informationen zur Verfügung, u. a. finden Sie eine Übersicht über die möglichen Bestattungs- und Grabarten, sowie eine Checkliste, was bei Eintreten eines  Trauerfalles zu tun ist.

Was tun im Trauerfall?

In der Checkliste, die sie sich bequem downloaden können, haben wir alles zusammengefasst, woran sie in den ersten Stunden denken müssen, nachdem ein Trauerfall in ihrer Familie eingetreten ist. Natürlich können sie uns jederzeit anrufen oder uns eine E-Mail senden, wenn sie Fragen haben.

Todesfall und Finanzamt

Wegen der vielfältigen Steuerbestimmungen empfiehlt es sich, bei einem Todesfall einen Steuerberater hinzuzuziehen, wenn der oder die Verstorbene einen Gewerbebetrieb geführt hat oder ein größeres Vermögen hinterlässt. Es würde den Rahmen sprengen, auf alle Bestimmungen einzugehen. Darum behandeln wir nur einige wenige Punkte.

Mit dem Tod endet für den Erblasser auch die Einkommen- bzw. Lohnsteuerpflicht. Die Angehörigen können sofort, also vor Jahresende, die Einkommenssteuerveranlagung beantragen. Ein vorzeitiger Antrag ist meist nur sinnvoll, wenn der Verstorbene im Todesjahr alleinstehend war. Der Antrag kann vom Tag nach dem Tode bis zum 30. September des Folgejahres gestellt werden, wenn ein alleinstehender Erblasser dem Lohnsteuerjahresausgleich unterliegt. Dabei sind die vorgeschriebenen Antragsformulare zu benutzen, ersatzweise auch Formulare des Vorjahres. Benötigte Antragsunterlagen sind: Sterbeurkunde, Lohnsteuerkarte des Verstorbenen und Personalausweis des Antragstellers.

War der Verstorben verheiratet, ist ein vorzeitiger Antrag in der Regel nicht empfehlenswert. Für einen vorzeitigen Antrag wäre eine getrennte Veranlagung notwendig. Diese ist aber meist weniger günstig als eine gemeinsame Veranlagung nach dem Splittingtarif. Der Splittingtarif wirkt vor allem dann steuersparend, wenn nur einer der beiden Ehepartner im Todesjahr Einkommen hatte. Zweckmäßig ist ein vorzeitiger Antrag mit getrennter Veranlagung nur für Eheleute, die beide Einkünfte haben. Sind beide Ehepartner im selben Kalenderjahr verstorben, sollten die Erben die gemeinsame Veranlagung sofort beantragen. Dies gilt auch, wenn die Ehe erst im Laufe des Jahres geschlossen wurde.

Wenn die Ehe des Verstorbenen im Todesjahr geschieden wurde, ist eine gemeinsame Veranlagung möglich. Voraussetzung dafür ist allerdings das schriftliche Einverständnis des geschiedenen Ehepartners. Stimmt der Ehepartner nicht zu oder hat er im Laufe des Jahres wieder geheiratet, erfolgt eine getrennte Veranlagung. Bei allen Problemen und Fragen, hilft Ihnen ihr Steuerberater.

Außergewöhnliche Belastungen

Bestattungskosten gehören ebenso wie die Schulden des Erblassers zu den Nachlassverbindlichkeiten. Sie können von den Erben nur steuerlich abgesetzt werden, soweit sie den Wert des Nachlasses übersteigen. Trifft dieses zu, gelten sie als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 des Einkommenssteuergesetzes. Berücksichtigungsfähig sind die Aufwendungen für die Überführung, die Bestattung, eine übliche Trauerfeier und ein angemessenes Grabmal. Hinzu kommen die Reise- und

Unterbringungskosten für die Angehörigen bei einer auswärtigen Bestattung. Die Anschaffung von Trauerkleidung gehört nicht zu den außergewöhnlichen Belastungen. Krankheitskosten können berücksichtigt werden. Dies betrifft allerdings nur den Kostenteil, der nicht durch eine Krankenversicherung gedeckt ist.

Zumutbare Eigenbelastung

Das Finanzamt erkennt nur die Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung an, die die sogenannte Eigenbelastung übersteigen. Wie hoch die zumutbare Eigenbelastung ist, hängt vom Jahreseinkommen und Familienstand des Steuerpflichtigen ab. Als Jahreseinkommen gelten dabei die gesamten Einkünfte des Steuerpflichtigen und gegebenenfalls seines Ehegatten ohne Arbeitnehmerfreibetrag, Werbungskosten, Sonderausgaben, Steuerfreibetrag bei f~\ Versorgungsbezügen sowie Freibeträge für Körperbehinderte, Flüchtlinge und andere außergewöhnliche Belastungen.