Jedes Vermögen eines Verstorbenen, das auf einen anderen übergeht, unterliegt der Erbschaftssteuer. Dies betrifft nicht nur das normale Erbe, sondern auch das Vermächtnis und den beanspruchten Pflichtteil. Besteuert wird dabei nur die tatsächliche Bereicherung – also Nachlasswert abzüglich Nachlassverbindlichkeiten. Für die Kosten der Bestattung, des Grabmals und aller damit zusammenhängenden Nebenkosten können in diesem Zusammenhang pauschal 10.300 € ohne Nachweis abgezogen werden. Das Finanzamt fordert die Erben zur Abgabe einer Erbschaftssteuererklärung auf. Zu diesem Zeitpunkt kennt es die Vermögensverhältnisse des Erblassers schon recht gut – durch das Standesamt ist es über den Todesfall informiert, durch Nachlassgerichte, Notare, Banken und Versicherungen über den Wert der Erbschaft.

Höhe der Erbschaftssteuer

Der Steuersatz richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad und der Höhe des steuerpflichtigen Erwerbs. Je größer der Wert, je entfernter der Verwandtschaftsgrad, um so höher fällt die Erbschaftssteuer aus. Der Steuersatz reicht von 7% – 50%.

Freibeträge

Nach § 17 ErbStG gibt es besondere Versorgungsfreibeträge, die nur bei einem Erwerb von Todes wegen bei Ehegatten in Betracht kommen. Schließlich gibt es sachliche Freibeträge für Wäsche und Hausrat eines Verstorbenen, die in der Steuerklasse l 41.000,00 € betragen und in den Steuerklassen II und III 10.300,00 €. In der Steuerklasse l sind ferner Kunstgegenstände bis zu einem Wert von 10.300,00 € steuerfrei.

Erbschaftssteuerbelastung

Erbschaftssteuer Freibeträge